Mission Berenike: Rembrandts Reise ins Weltall

MyRembrandt in der Funkstation Weilheim

MyRembrandt in der Funkstation Weilheim

Rembrandts Selbstbildnis als digitales Signal im All
Es geht noch einen Schritt weiter. Was mit der Internationalen Raumstation ISS begonnen hat, haben wir am 23.07.14 um 13.44 Uhr vollendet: das Selbstportrait Rembrandts wurde in ein digitales Signal verwandelt und von der DLR-Bodenstation in Weilheim über eine große Funkantenne ins All geschossen. Das Gemälde hat nun eine lange Reise begonnen und wird in die Tiefen des Weltalls geführt.

Rembrandt Reise im S-Band
Wir haben das Signal auf den Stern „Diadem“ im Sternbild „Haar der Berenike“ ausgerichtet. Dieses  liegt als offener „Sternhaufen“ gute 57 Lichtjahre entfernt und kann nur noch sehr schwach am Himmel wahrgenommen werden. Wenn wir in das Sternbild schauen, blicken wir auch auf den galaktischen Nordpol und quasi senkrecht aus der Scheibe des Milchstraßensystems hinaus in die Tiefen des Universums. Wenn es uns also bei der ganzen Aktion darum ging, Rembrandts Selbstportrait in ein digtales Signal zu überführen und mit diesem zu experimentieren, so haben wir hier die ultimative Möglichkeit und Reichweite gefunden. Der Rembrandtimpuls wurde als elektromagnetische Welle im S-Band (also zwischen 2,6–3,95 GHz) verarbeitet.

Das digitale Signal von #myRembrandt

#myRembrandt als digitales Signal

Das „Haar der Berendike“
Das Sternbild wurde im Jahr 245 v. Chr. von dem Astronomen Konon von Samos und dem Dichter Kallimachos nach der damaligen Pharaonin Berenike II. benannt.  Der Kölner Mathematiker und Astronom Caspar Vopel führte es später in die Astronomie ein und übertrug den Namen 1532 auf einen handbeschriebenen Himmelsglobus (heute im Kölnischen Stadtmuseum). 1551 übernahm auch Gerhard Mercator das Sternbild auf seinen berühmten Himmelsglobus.

Die DLR-Bodenstation in Weilheim
Die 1968 am Standort Weilheim errichtete Bodenstation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Verbindungsglied zwischen Erde und Satellit. Mit ihrer Hilfe werden während eines Satellitenüberflugs Kommunikationsverbindungen zu diesem hergestellt, die einen gleichzeitigen Datenverkehr in beide Richtungen ermöglichen. Üblicherweise werden hier Kommandos zum Satelliten gesendet, um Steuerfunktionen auszuführen. Wir sagen den Mitarbeitern des DLR und der Funkstation in Weilheim wieder ganz herzlichen Dank für das entgegengebrachte Engagement für die Aktion! Ihr seid großartig!

Der DLR-Standort Weilheim (Bildquelle: www.dlr.de)

Der DLR-Standort Weilheim (Bildquelle: www.dlr.de)

 

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